6.1.3 Die Höhe der Steuereinnahmen: Lafferkurve

Die Steuereinnahmen (rotes Viereck) lassen sich als Produkt von Steuerhöhe und umgesetzter Menge berechnen. Da der Umsatz mit zunehmender Steuerhöhe abnimmt, lässt sich feststellen, dass die Steuereinnahmen mit zunehmender Steuerhöhe nur anwachsen, wenn der Rückgang der umgesetzten Menge (in Prozent) geringer ausfällt als der prozentuale Anstieg der Steuer.
Die Steuer wird in dieser Graphik als Mengensteuer berechnet, d.h. als additiver aufschlag auf den Preis. Für einen konstanten Steuersatz ist die Differenz zwischen Brutto- und Nettopreis ist immer gleich, unabhängig von der Höhe des Preises.
Dies wird am roten Rechteck, das die Steuereinnahmen darstellt ersichtlich. Ist die Steuer sehr gering, so ist die Rechtecksfläche klein (und die Steuereinnahmen gering), da die Höhe des Rechtecks (Steuerhöhe) klein ist. Ist die Steuer sehr hoch, so ist die Rechtecksflöche klein (und die Steuereinnahmen gering), da die Breite des Rechtecks (umgesetzte Menge) klein ist.
Bei einer mittleren Steuerhöhe sind die Steuereinnahmen maximal. Steigt die Steuerhöhe darüber hinaus an, so sinken die Steuereinnahmen. Die Tabaksteuererhöhung des Jahres 2004 hatte genau diesen Effekt. Es hörten so viele Raucher auf zu rauchen, reduzierten ihren Konsum oder wichen auf Schmuggelware aus, dass die Einnahmen aus der Tabaksteuer merklich abnahmen. Ein ähnlicher Effekt, der zur Begründung einer Senkung der Einkommenssteuer herangezogen wird, wird als Laffer-Kurve bezeichnet.



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Prof. Dr. Christian Bauer
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