8.8 Preisänderung



Die zweite relevante Einflussgröße auf die Konsumentscheidung des Haushalts sind die Preise der Konsumgüter. In dieser Graphik lassen sich die Effekte einer Preisänderung bei Gut1 analysiere. Die Auswirkungen einer Preisänderung von Gut2 sind analog. Fällt der Preis für Gut1, so ist der Haushalt in der Lage mehr zu konsumieren, da sich alle bisher erwerbbaren Güterbündel, bei denen Gut1 konsumiert wurde, verbilligen. Die Budgetgerade wird um den Angelpunkt auf der y-Achse nach gedreht. Dabei ändert sich die Steigung auf das neue Preisverhältnis.
Falls der Preis für Gut1 fällt, der für Gut2 ja aber konstant geblieben ist, kann auf dem Markt mehr Gut1 gegen eine Gut2 getauscht werden. Der relative Preis ist also gefallen, die Budgetgerade verläuft flacher. Welche Güterkombination genau vom Haushalt konsumiert wird, hängt wiederum von seinen Präferenzen ab. Normalerweise, so auch hier,steigt der Konsum eines Gutes, wenn der Preis sinkt. Eine Ausnahme von diesem Verhalten zeigen Giffengüter.
Im hier beschriebenen Fall wird bleibt der Konsum des anderen Gutes Gut2 konstant. Dies ist eine Eigenschaft der hier verwendeten Cobb-Dougls-Nutzenfunktion U = xαyβ. Der Anteil der Ausgaben für ein Gut am Budget (xpx = α α+βB bzw. ypy = β α+βB) ist konstant. Mithin hat eine Änderung des Preises eines Gutes keine Auswirkung auf den Konsum des anderen Gutes. Die Kreuzpreiselastizität ist also 0. Wäre der Effekt positiv, so wären die Güter substitutiv (wie Butter und Margarine).Wäre der Effekt negativ, so wären die Güter komplementär (wie Autos und Benzin).


(c) by Christian Bauer
Prof. Dr. Christian Bauer
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